Karin van der Molen ist eine niederländische Künstlerin, die mit ihren ortsspezifischen Installationen international bekannt wurde. Ihre Werke entstehen im Dialog mit dem Ort und folgen dem Prinzip, dass Natur ein gleichwertiger Partner im kreativen Prozess ist: „Nature is without distinction, without prejudice, without good or bad… My environmental art is my way to open this experience.“
Dabei verwendet sie natürliche oder vor Ort gefundene Materialien wie Weidenruten, Stroh, Holz, aber auch ungewöhnlichere Stoffe wie Porzellan oder Metall. Im Zentrum ihrer Kunst steht die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt – sie lädt die Betrachtenden dazu ein, die Natur neu zu sehen und den eigenen Einfluss auf sie zu hinterfragen.
Van der Molen ist weltweit tätig – von Europa über Asien bis in die USA – und passt ihre Installationen stets dem kulturellen und ökologischen Kontext an. In Japan etwa sammelte sie zerbrochenes Porzellan mit der örtlichen Bevölkerung und schuf daraus ein Kunstwerk, das sich auf alte Pilgertraditionen bezog. In Deutschland verarbeitete sie Weinfässer zu skulpturalen Säulen, die mit Porzellan-Mosaiken bedeckt waren und lokale Geschichte und Wachstum thematisierten. Ihre Werke verschmelzen mit der Umgebung, heben sie hervor und fordern zum Nachdenken auf – über Vergänglichkeit, Nachhaltigkeit und die Rolle des Menschen im natürlichen Kreislauf. Weitere Infos unter http://karinvandermolen.nl/